„Eva Strittmatter. Leib und Leben“(Das Neue Berlin, 2008)

„So ausführlich habe ich noch nie über mich selbst gesprochen: über meine Kindheit, über mein Leben mit Erwin und über mein Schreiben“, sagte Eva Strittmatter über dieses Buch, das bei zahlreichen Aufenthalten in Schulzenhof entstand. Tatsächlich erstaunlich ist die Offenheit, mit der sie über Persönlichstes spricht. Gedichte zu schreiben, sei ein Versuch, Kräfte und Gegenkräfte ins Gleichgewicht zu bringen, auch Kräfte und Gegenkräfte, die in einem selber sind, so Eva Strittmatter. Ihre Lyrikbände haben Millionenauflagen. Der Grund: „Ich schreibe von der einfachen Sache: Geburt und Tod und der Zwischenzeit“, wie es in einem ihrer Gedichte heißt. In ihrer Poesie des Alltags finden Menschen Halt, gerade weil sie bekennt, was andere in sich vergraben.

Nach mehreren Auflagen im Verlag Das Neue Berlin wurde der Band ins Taschenbuchprogramm des Aufbau Verlages übernommen und ist im Buchhandel lieferbar.

„Hermann Kant. Die Sache und die Sachen“(Das Neue Berlin, 2007)

Ein Schriftstellerleben im wechselvollen Verlauf deutscher Geschichte:  Lange Gespräche über ein Dreivierteljahr hinweg – wie vieles war da fragend zu erkunden. Vergangenheit wird lebendig, die viele heute aus eigener Anschauung schon nicht mehr kennen. Ein junger Mann, der gerade mal sechs Wochen Soldat gewesen war und das mit vier Jahren in polnischer Kriegsgefangenschaft büßte –, was hat diese Erfahrung mit ihm gemacht? Wie entstanden seine Romane und Erzählungen? Was bedeutete die DDR für ihn? Sein Ehrgeiz war ja nicht nur literarischer Natur. Wie beurteilte er sein Leben, nachdem „die Sache“ des Sozialismus gescheitert war?  Wie ist das Fazit seines Lebens? Das Echo auf dieses Buch hält bis heute an und bestätigt, wie Literatur helfen kann, die eigene Biografie zu verarbeiten.  

Nach mehreren Auflagen im Verlag Das Neue Berlin wurde der Band ins Taschenbuchprogramm des Aufbau Verlages übernommen und ist im Buchhandel lieferbar.

„Menschheitsfragen, Märchen, Mythen. Zum Werk Aitmatows“ (Mitteldeutscher Verlag, 1986)

Diesem Essayband gingen jahrelange Studien zum Werk des kirgisischen Schriftstellers voraus, das hier vor dem Hintergrund zweier Reisen nach Kirgistan und mehrerer Interviews mit Aitmatow auf persönliche Weise durchdacht werden sollte. Wie gelingt es, in packenden Geschichten über eine fremde Wirklichkeit Probleme anzusprechen, die uns unmittelbar betreffen? Von uralten Überlieferungen, die Aitmatow in sein Werk einbezieht, war der Bogen zu spannen zu dem, was er „planetarisches Bewusstsein“ nannte. Der einzelne Mensch in menschheitlichem Zusammenhang – wie die sozialistische Utopie wenige Jahre später in weite Ferne rücken würde, war damals noch nicht vorauszusehen.

Der Band ist nur noch antiquarisch zu haben.